Das Handbuch
5 Schritte zurück zu dir
Du willst wahrscheinlich nicht noch mehr über deinen Bauch nachdenken. Du willst dich anziehen, ohne vorher die Seitennaht zu verhandeln. Du willst auf Fotos sein, ohne als Erstes deinen Bauch zu untersuchen. Du willst dich bewegen, weil es sich gut anfühlt – nicht weil dein Kopf wieder irgendeinen Plan aufgestellt hat. Du willst wieder mehr von deinem eigenen Leben.
Und genau darum geht's.
Raus aus dem Kopf. Rein ins Leben. Fünf Schritte zurück zu dir.
Und ja – deine Kopf-WG lernst du dabei auch kennen. Die sechs Stimmen, die sich in fast jeder Frau irgendwo eingenistet haben. Manche laut, manche leise – aber alle mit einer Meinung zu deinem Körper.
Und meine persönlichen Mitbewohner? Die verrate ich dir im Handbuch.
Warum ich das hier überhaupt schreibe
Seit fast 25 Jahren arbeite ich mit Frauen, Körpern und Bewegung.
Ich kenne die Sätze: „Wie sehe ich aus?" „Kann ich das tragen?" „Sehe ich dabei bescheuert aus?" „Bin ich dafür nicht langsam zu alt?"
Und ich habe genauso oft erlebt, was passiert, wenn diese Fragen für einen Moment die Klappe halten.
Wenn eine Frau sich bewegt. Lacht. Atmet. Plötzlich größer wird.
Und irgendwann kommt dieser Moment: „Oh. Das fühlt sich gut an."
Nicht perfekt. Nicht zehn Kilo leichter. Einfach gut.
Genau darum geht es in diesem Handbuch.
Für dich, wenn … dein Kopf öfter mit deinem Körper beschäftigt ist, als dir lieb ist. du wieder mehr spüren willst, statt ständig zu funktionieren. du keine Lust mehr auf die nächste Runde „Jetzt reiße ich mich aber wirklich zusammen" hast. und du bereit bist, ehrlich hinzuschauen – auch wenn dabei mal etwas unbequem wird.
Eher nicht für dich, wenn … du den nächsten Diätplan suchst. du in fünf Tagen einen komplett neuen Menschen aus dir machen möchtest. oder du eigentlich gar nichts verändern willst – außer deinem Bauch 😉
Bauchfrei im Kopf – 5 Schritte zurück zu dir
Du kannst natürlich noch ein bisschen darüber nachdenken. Das kann dein Kopf nämlich ziemlich gut.
Oder du sagst einfach: Ach was soll's. Ich mach das jetzt.
Und noch etwas von mir:
Es geht nicht darum, morgens in den Spiegel zu schauen und plötzlich zu denken: „Wow. Ich liebe alles an mir." Ganz ehrlich? Was für ein Stress.
Es geht um etwas viel Schöneres: Dass du irgendwann merkst, dass du dich gerade angezogen hast, ohne deinen Bauch zu überprüfen. Dass du tanzt, ohne darüber nachzudenken, wie das aussieht. Dass du auf einem Foto bist und einfach du bist.
Dass dein Körper wieder das tut, wofür er eigentlich da ist: Dich durchs Leben bringen.
Mit diesem Körper. Mit deinem Alter. Mit deinem ganz normalen Chaos.
Nicht mehr von allem. Mehr von dir.